DSFP-Preisträger beim Kurzgeschichten-Lesezirkel

Der Kurzgeschichten-Lesezirkel wird dieses Mal wieder ein besonderes Highlight werden.

Wir besprechen die Siegergeschichte des diesjährigen Deutschen Science-Fiction-Preises (DSFP) in der Kategorie “Kurzgeschichte”: “Wagners Stimme” von Carsten Schmitt.

Die Geschichte wurde in dem Anthologie-Band “Wie künstlich ist Intelligenz?” veröffentlicht, der im neuen Phantastik-Verlag “Plan 9” verlegt wurde.

Hierzu werden sich sowohl der Autor der Story, Carsten Schmitt, als auch Plan-9-Verlegerin Sandra Thoms live hinzu schalten. Neben der wie gewohnt anregenden Diskussion über die Geschichte wird uns Sandra sicher einiges über Ihren neuen Verlag erzählen.

Wir starten um 19h. Nach dem “offiziellen Programm” werden wir wie immer “zum gemütlichen Teil” übergehen und bis spät in die Nacht über “phantastische Themen” aus Literatur, Film oder sonstwas plauschen.

Interessierte Neueinsteiger sind jederzeit willkommen. Über diesen Link gelangt Ihr in unser SFFS-Café auf Discord (nur am Veranstaltungstag gültig).

Unsere Bücher für’s Lesejahr 2022

Die Würfel sind gefallen, die virtuelle Wahlurne ist ausgezählt: Die Romane für den Lesezirkel 2022 sind ausgewählt, und wir können uns wieder auf einen spannenden Mix aus aktuellen Meisterwerken und Klassikern freuen.

Wer es noch nicht weiß: Alle zwei Monate diskutieren wir im Rahmen unseres Stammtisches im SFFS-Café auf Discord über jeweils ein Highlight der phantastischen Literatur.  Interessierte sind jederzeit willkommen, aktuelle Details und der jeweilige Zugangslink findet sich jeweils im Veranstaltungsbereich auf dieser Seite.

Und diese Bücher nehmen wir uns für’s neue Jahr vor:

  • Januar 2022: “Der Tausendjahresplan” (Foundation) von Issac Asimov
  • März 2022: “Der Sterne Zahl” von Kameron Hurley
  • Mai 2022: “Die Möbel des Teufels” von Heinrich Steinfest
  • Juli 2022: “Snow Crash” von Neil Stephenson
  • Sep. 2022: “Zeitflut” von Will McCarthy

 

 

 

BORN & Roadrunner

 

Nalani fährt Taxi in BORN, der Megacity aus Kris Brynns gleichnamigen Near-Future-Thriller. Sie transportiert und trifft dabei lauter außergewöhnliche Charaktere – denn langweilige Menschen gibt es in BORN einfach nicht. Plötzlich Schüsse, Nalani gibt Gas, rast mit quietschenden Reifen um die Kurve und entkommt den Angreifern knapp. Gleich zu Beginn ist sie nämlich zwischen die Fronten verbrecherischer Aktivitäten geraten, die sie nicht durchschaut. Spielt der Schwarzmarkt eine Rolle? Und was geht auf den Vertikalfarmen vor, draußen im Ödland? Ihre Gegner fackeln nicht lange, das zeigt sich, als auch noch ihr einfältiger Bruder in die Sache verwickelt wird. Wenn Nalani die Schurken trotzdem abhängt, dann liegt das auch an ihren guten Freundschaften. Denn BORN ist kein eiskalter Thriller. Es gibt viel Menschlichkeit in dieser Stadt. Da ist die Freundin, die Nalanis Tochter in Sicherheit bringt oder der schräge Russe, der sich im entscheidenden Moment auf Nalanis Seite schlägt. Und vor allem ist da Fergus, das KFZ-Notfall-Hologramm auf dem Beifahrersitz. Diese liebenswerte Figur ist der heimliche Star des Romans, der auch den Soundtrack beisteuert und das Flair alter Filmklassiker einbringt. Zumindest in den Szenen, in denen mal gerade keine akute Gefahr besteht. Denn Action gibt es genügend, stets gewürzt mit bissigem Humor.

 

Der deutschen Autorin Kris Brynn, die 2019 mit „The Shelter“ den Seraph-Preis für den besten Debütroman gewann und die dann mit der Near-Future-Reihe „Out of Balance“ nachlegte, gelingt mit BORN ein rasanter Thriller abseits ausgetretener Pfade. Kris Brynns außergewöhnlicher Stil kommt dieses Mal noch besser zur Geltung. Dichte Atmosphäre, plastische Beschreibungen und temporeiche Handlung mit Witz – BORN wird alle begeistern, die mal einen Thriller lesen wollen, der die üblichen Stereotypen vermeidet.

 

Dazu passt eine Bierempfehlung, die aus dem Rahmen fällt. Ob sie Kris Brynn zusagt, weiß ich nicht, aber Nalani wäre bestimmt davon angetan. Denn ROADRUNNER von der Kehrwieder-Brauerei aus Hamburg ist quasi der Energy Drink unter den Bieren. Ein Coffee Stout ohne Alkohol, dafür mit extra hohem Koffeingehalt. Perfekt für eine Nachtschicht im Taxi. Oder um BORN in einem Rutsch zu lesen – denn aus der Hand legen will man es sicher nicht.

 

Die Kehrwieder-Brauerei setzte bereits mit ÜNN den Maßstab, an dem sich alle alkoholfreien Biere messen lassen müssen. Dabei hilft natürlich, dass Biersorten wie IPA (ÜNN) oder Stout (Roadrunner) von Haus aus nicht besonders herb sind. Aus dem Herben wird in den alkfreien Varianten sonst meist Saures, was den Spaß verdirbt. Roadrunner hingegen hält, was es verspricht: Klassischer, wenn auch eher zurückhaltender Stout-Geschmack, in den sich deutlicher Kaffeegeschmack mischt. Wer Stout kennt, kann sich leicht vorstellen, dass beides gut zusammenpasst, und so ist es auch. Roadrunner macht Laune und wach – auf dem Schwarzmarkt von BORN würde es bestimmt einen guten Preis erzielen.

November-Online-Stammtisch mit “Lesezirkel-Pitch”

Ein Höhepunkt im Stammtischler-Leben steht diesen Monat wieder an: der “Lesezirkel-Pitch”.

Heute werden die Kandidaten für die nächste Lesezirkel-Runde vorgestellt. Jeder der möchte, stellt einen Roman zu Auswahl und beschreibt diesen kurz und möglichst enthusiastisch.

Aus dieser Lesezirkel-Shortlist werden wir dann in den Folgetagen die Romane für die nächsten Lesezirkel-Runden auswählen.

Interessierte Neueinsteiger sind jederzeit willkommen. Nach aktueller Planung wird der Stammtisch wieder in unserem SFFS-Café auf Discord stattfinden. Unter diesem Link gelangt man direkt ins SFFS-Café.

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